Rückblick 2018

Das erste Quartal habe ich damit verbracht, den Übungsleiter-C-Lehrgang zu absolvieren. Für mich als etwas lebensältere Person, doch schon eine Herausforderung, die interessant war, aber mich auch sehr gefordert hat. Außerdem haben zwei Aikidoka (Christian und Thomas) sich der nächsten Prüfung (dem 4 Kyu) gestellt und mit gutem Erfolg bestanden. Leider konnten nur wenige Neuzugänge verzeichnet werden, die aber eine Bereicherung für die Gruppe sind. Abgänge haben wir auch hinnehmen müssen. Drei Teilnehmer, die durch Schulabschluss und Aufnahme des Studiums einen neuen Lebensabschnitt begonnen haben.
Was gab es noch besonderes in 2018? Nach zweijähriger Abstinenz gab es vom TuS-Homberg wieder eine „Sommerfreizeit auf Wangerooge“. Diesmal hatte die Karate-Gruppe aus Ratingen sich für eine Einführung in das „Katori-Shinto-Ryu“ entschieden. Wie es der Zufall so wollte, stand keiner der hochgraduierten DAN-Träger aus Leer für den entsprechenden Zeitraum zu Verfügung, so durfte ich gemeinsam mit Ulf Rott (5. DAN) diesen schönen Tag auf der Insel verbringen. Die Freude war groß, nach zwei Jahren, die Budoka`s wieder zu sehen, denen ich vor zwei Jahren einen Einblick ins Aikido gab. Bei bestem Sommerwetter gab es einen Schnellkurs in die traditionelle japanische Schwertkampfkunst des „Katori“, mit anschließender wohlverdienter Abkühlung in der Meeresbrandung auf Wangerooge.
Im Dezember durfte ich, 7 Jahre nach der letzten Aikido-DAN-Prüfung, kurz vor Silvester die Prüfung zum 3. DAN im Aikido ablegen. Die verbliebene Vorbereitungszeit dafür war relativ kurz, weshalb die letzten Trainingstage des Jahres inhaltlich auf meine Prüfungsbelange zugeschnitten wurden. Für unsere Aikidoka war das noch mal eine besondere Herausforderung. Beim Aikido-Jahresabschlusslehrgang „Etsunen Geiko“ im Aikido-Institut-Bremen wurde es dann ernst: Die Leiter und Prüfer des Lehrgangs, Rüdiger Keller (8. DAN) und Wolfgang Sambrowski-Gille (7. DAN) konnten vier Prüflingen die nächsthöhere Graduierung verleihen. Mann – war ich aufgeregt! Und dann auch noch der Letzte der geprüft wurde!  Im Wesentlichen wurden bei mir die Iiado-Formen abgefragt und der Einsatz des Bokken gegen ein und mehrere Angreifer. Die mit Peter Löffel eingeübte Stock/Schwertform kam dann nicht mehr zum Zuge. Trotzdem war ich froh, dass Peter mir bei der Vorbereitung im Dezember 2018 zur Seite gestanden hat. So brachte das Jahr 2018 für mich noch einen besonders erfreulichen Abschluss.

Ausblick für 2019: Der „Tag der Niedersachsen“ in Wilhelmshaven wird uns sehr beschäftigen.
Des Weiteren möchte in im ersten Halbjahr mehrere Lehrgänge im Bereich Kampfkunst geben. Schwerpunkt der Lehrgänge wird die Vielseitigkeit der Fallschule im Aikido und der Einsatz des Schwertes (Bokken) sein. Diese Lehrgänge werden auch für andere Budo-Disziplinen von Interesse sein und vereinsübergreifend angeboten. Sie werden an jeweils drei Samstagen im April/Mai/Juni als Tageslehrgänge stattfinden. Auf die Resonanz bin ich sehr gespannt und auch darauf, ob wir über den Verein hinaus mit dieser gemeinsamen Aktion etwas Neues gestalten können.
Vielleicht ist hier in Wilhelmshaven auch die Zeit reif für ein Einführungsseminar im „Katori-Shinto-Ryu“. Hierfür muss ich jedoch noch gewisse Voraussetzungen schaffen, deshalb wird dieses erst in der zweiten Jahrhälfte stattfinden können. Jedenfalls freue ich mich schon sehr auf die gemeinsamen Aktivitäten mit allen interessierten Budoka`s in 2019.

Peter Klische-Drolshagen

Eine Sommerfreizeit der besonderen Art – WSSV Aikido auf Wangerooge

Eine besondere Überraschung ereilte mich diesen Sommer durch eine Anfrage einer Karate Gruppe aus Ratingen, für die ich mich einen Nachmittag zu deren Sommerfreizeit auf der Insel Wangerooge zur Verfügung stellte. Durch unsere gute Vernetzung mit anderen Aikido- Vereinen, landete die Anfrage bei mir im Email-Fach.
Anfangs war ich ein wenig irritiert von dieser Anfrage, stellte aber schnell fest, dass diese Konstellation eine besondere Herausforderung darstellt, so dass ich mich schnell für diese Idee begeistern konnte.
Im Vorfeld war jedoch noch einiges zu klären:

  1. Welche Altersgruppe und wie viele Teilnehmer erwarten mich …
  2. Welche Bedingungen gibt die Trainingsstätte auf Wangerooge her …
  3. Wie sieht es mit den Vorkenntnissen bezüglich des Aikido aus …

Gerhard Kupschus (DAN-Träger im Shotokan-Karate), der diese Abteilung im TuS Homberg leitet, war sehr auskunftsfreudig, sodass mit ihm schnell ein freundschaftlicher Kontakt zustande kam, der Termin vereinbart, und eine Halle auf Wangerooge gefunden war.
Aber die Bedingungen waren alles andere als gut. Die uralte Mehrzweck-Halle teilten wir mit einigen Basketballern. Das war kein Problem – schlimmer war, dass es keine geeigneten Judo-Matten gab. Wir mussten mit 10 Turner-Matten vorlieb nehmen, aber es reichte für eine kleine Einführung in die Fallschule. Nach einer theoretischen Erörterung über den Ursprung des Aikido und den daraus resultierenden unterschiedlichen Bewegungsansätzen zwischen Aikido und Karate, wurden einige Griffe und das Ausweichen von Faustangriffen geübt.

Wie wichtig das Ausweichen ist, erkannte man dann an unterschiedlichen Angriffstechniken mit dem Holzschwert (Bokken). Der enge Zeitrahmen ließ nicht viel Spielraum zu, so dass ich den Teilnehmenden als letztes eine kurze Aikido-Kata (Feuerform, 13 Bewegungen) mit auf den Weg geben wollte. Kata ist ein Hauptbestandteil des Karate, deshalb wurde dieses gut angenommen. So konnte jeder zum Schluss auch noch etwas  mit nach Hause nehmen.
Für mich war es ein tolles Erlebnis vor einer Gruppe von Kampfsportlern, die keine Vorkenntnisse im Aikido haben, aber hoch motiviert und vor allem auch interessiert waren, Bewegungen aus dem Aikido vorzuführen, um dann gemeinsam an Schwerpunkt, Haltung und Bewegung zu arbeiten. Die Bereitschaft der Sportler aus Ratingen, über das Gewohnte hinaus zu gehen, sich auf den Weg (Do) zu begeben, war für mich persönlich ein echtes High-Light dieses Jahres.
Vielleicht wurde hier ein Sämling gesetzt, der in der in der Zukunft allen Teilnehmern viel Freude bereiten wird und es bleibt zu hoffen, dass dieser zufällige Kontakt auch in den kommenden Jahren aufrecht erhalten werden kann.

Der TuS Homberg ist ein Verein mit Tradition, wurde er doch bereits 1912 gegründet. Mit mehr als 1.000 Mitgliedern zählt der TuS zu den fünf größten Ratinger Mehrsparten-Sportvereinen und ist Mitglied im Stadtsportverband.

Ein Ausschnitt aus der Veröffentlichung des Vereins über die Sommerfreizeit

Am Mittwoch war für einige von uns leider schon der letzte Tag – berufliche Verpflichtungen verlangten ihren Tribut. Zuvor allerdings setzten wir unsere Runde „Budo jenseits unseres Tellerrandes“ fort, und hatten mit Peter Klische-Drolshagen einen Aikido-Meister eingeladen, der vor der schwierigen Aufgabe stand, uns innerhalb von nur 3 Stunden den Weg der Harmonie(Ai), der (Lebens-) Energie(Ki) und des Weges(Do) aus seiner Sicht näherzubringen. Peter ist ein in mehreren Kampfkünsten sehr erfahrener Mensch, der uns durch seine ruhige und kompetente Art einen Einblick vermitteln konnte, der sicherlich allen Teilnehmern positiv im Gedächtnis bleiben wird – von hier aus noch einmal herzlichen Dank, Peter!!!

AIKIDO im WSSV

für Jugendliche und Kinder

ab 14 Jahren

für Erwachsene jeden Alters

Montags von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr.

Gymnastik-Studio 2 direkt vor dem Hauptgebäude des WSSV

Sportforum 30, 26386 Wilhelmshaven

Ein Einstieg ist für Anfänger und Fortgeschrittene jederzeit möglich!

Infos :

http://www.wssv.de/

während der Trainingszeiten

oder

unter 04421-52709

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Was ist Aikido?

Morihei Ueshiba (1883-1969), Begründer dieser Kampfkunst, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die jahrhundertealten Kampfkünste Japans in die Neuzeit zu bringen und für den modernen Menschen sinnvoll nutzbar zu machen. Der Ursprung des Aikido liegt in den traditionellen Schwert- und Kriegskunst der Samurai. Aikido ist eine defensive Kampfkunst, mit dem Ziel des inneren Ausgleichs und der Harmonie.

Ai = Harmonie oder inneres Gleichgewicht

Ki = geistige Kraft oder universelle Lebensenergie

Do = der Weg oder das Prinzip

Aikido basiert darauf, die Angriffsenergie des Gegners umzulenken und gegen den Angreifer selbst zu nutzen. Aikido ist eine Kampfkunst, die lehrt, vollständig mit dem Angriff zu verschmelzen, den Angreifer aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihn anschließend mit einer Technik im Stand oder Boden bewegungsunfähig zu machen.

Die Art und Ausführung der Bewegung dient dazu, dem Angreifer die Sinnlosigkeit seines Angriffs zu verdeutlichen, den Konflikt zu beenden ohne ihn dabei ernsthaft zu verletzen.

 

Die Vorzüge des aktiv betriebenen Aikido

Aikido macht Spaß, hält Fit, ist meditativ, schafft Selbstvertrauen, ermöglicht Selbstverteidigung.

 

Aikido ist in seiner Form auch Bewegungstherapie!

Aikido fördert die Gesundheit, vor allem in Bezug auf die Bewahrung von Beweglichkeit und Wohlbefinden im Alter. Dazu gehören insbesondere:

– Bildung von Kraft, Kondition und Geschmeidigkeit

– Stärkung der positiven mentalen Einstellung

– Aktivierung und Verbesserung der körperlichen Reflexe

– Erlangen von mehr innerer Ruhe und Gelassenheit

– Abschalten vom Alltag, Stressbewältigung, innerer Ausgleich

– Förderung der Aufmerksamkeit

Für wen ist Aikido geeignet?

Die Ausübung von Aikido ist an keinerlei körperliche Fitness gebunden. Da Aikido nicht auf Körperkraft basiert, ist es für Frauen und Männer aller Altersgruppen gleichermaßen geeignet.

Voraussetzung ist einzig und allein die Freude an körperlicher Bewegung.

Die beiden Trainer (Peter Löffel, 4. Dan und Peter Klische-Drolshagen, 2.Dan) sind als Mitglieder im BdAL (Bund deutscher Aikido Lehrer) vertreten. Prüfungen und Graduierungen werden nach geltender BdAL-Prüfungsordnung abgenommen. Durch unsere zahlreichen Kontakte sind wir mit den Aikido-Schulen in Oldenburg, Leer und Varel verbunden und können so durch die dort angebotenen Lehrgängen eine ständige Fortbildung gewährleisten.

 

Ansprechpartner für Aikido im WSSV:

aikido2

Peter Klische-Drolshagen, Jahrgang 1956

Tel.: 04421/52709

Email: klische-drolshagen@t-online.de

 

 

Peter Klische-Drolshagen ist seit 1973 im Kampfsport aktiv.

  • Trainertätigkeit seit 1980 in verschiedenen Vereinen
  • Aikido, 3. DAN
  • Tenshin Shoden Katori Shinto-Ryu, 1. DAN
  • Kung-Fu
  • Tai-Chi
  • Karate; 2. Kyu

Da für mich die Faszination in der Bewegung selbst liegt, lege ich mich nicht auf einen Stil oder eine Kampfkunst fest, denn die Vielseitigkeit und ein offenes Verhältnis zur Bewegung ermöglichen erst das grenzenlose Repertoire an Bewegungsvielfalt. So lerne ich auch noch nach 50 Jahren aktiver sportlicher Tätigkeit bei jeder Trainingseinheit dazu und gebe gerne etwas von meinen Erfahrungen an Interessierte weiter. Wer also Freude an der Bewegung hat, sich körperlich fit halten möchte und ganz allgemein etwas Gutes für sich tun möchte, ist in unserer Gruppe sehr herzlich willkommen.

Die noch kleine Gruppe nach dem Training im Dojo im Gymnastikstudio 2 des WSSV.

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Christian, Edna, Friedrich, Peter Klische-Drolshagen (2.Dan BdAL),

Lars, Peter Löffel (4.Dan BdAL), Louis und Wiebke …

Nicht auf dem Bild: Thomas und Hannah …

 

 

Weitere Impressionen:

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Das Jahr 2018

Das erste Quartal habe ich damit verbracht, den Übungsleiter-C-Lehrgang zu absolvieren. Für mich als etwas lebensältere Person, doch schon eine Herausforderung, die interessant war, aber mich auch sehr gefordert hat. Außerdem haben zwei Aikidoka (Christian und Thomas) sich der nächsten Prüfung (dem 4 Kyu) gestellt und mit gutem Erfolg bestanden. Leider konnten nur wenige Neuzugänge verzeichnet werden, die aber eine Bereicherung für die Gruppe sind. Abgänge haben wir auch hinnehmen müssen. Drei Teilnehmer, die durch Schulabschluss und Aufnahme des Studiums einen neuen Lebensabschnitt begonnen haben.
Was gab es noch besonderes in 2018? Nach zweijähriger Abstinenz gab es vom TuS-Homberg wieder eine „Sommerfreizeit auf Wangerooge“. Diesmal hatte die Karate-Gruppe aus Ratingen sich für eine Einführung in das „Katori-Shinto-Ryu“ entschieden. Wie es der Zufall so wollte, stand keiner der hochgraduierten DAN-Träger aus Leer für den entsprechenden Zeitraum zu Verfügung, so durfte ich gemeinsam mit Ulf Rott (5. DAN) diesen schönen Tag auf der Insel verbringen. Die Freude war groß, nach zwei Jahren, die Budoka`s wieder zu sehen, denen ich vor zwei Jahren einen Einblick ins Aikido gab. Bei bestem Sommerwetter gab es einen Schnellkurs in die traditionelle japanische Schwertkampfkunst des „Katori“, mit anschließender wohlverdienter Abkühlung in der Meeresbrandung auf Wangerooge.
Im Dezember durfte ich, 7 Jahre nach der letzten Aikido-DAN-Prüfung, kurz vor Silvester die Prüfung zum 3. DAN im Aikido ablegen. Die verbliebene Vorbereitungszeit dafür war relativ kurz, weshalb die letzten Trainingstage des Jahres inhaltlich auf meine Prüfungsbelange zugeschnitten wurden. Für unsere Aikidoka war das noch mal eine besondere Herausforderung. Beim Aikido-Jahresabschlusslehrgang „Etsunen Geiko“ im Aikido-Institut-Bremen wurde es dann ernst: Die Leiter und Prüfer des Lehrgangs, Rüdiger Keller (8. DAN) und Wolfgang Sambrowski-Gille (7. DAN) konnten vier Prüflingen die nächsthöhere Graduierung verleihen. Mann – war ich aufgeregt! Und dann auch noch der Letzte der geprüft wurde!  Im Wesentlichen wurden bei mir die Iiado-Formen abgefragt und der Einsatz des Bokken gegen ein und mehrere Angreifer. Die mit Peter Löffel eingeübte Stock/Schwertform kam dann nicht mehr zum Zuge. Trotzdem war ich froh, dass Peter mir bei der Vorbereitung im Dezember 2018 zur Seite gestanden hat. So brachte das Jahr 2018 für mich noch einen besonders erfreulichen Abschluss.

Peter Klische-Drolshagen

Aikido bei der Wilhelmshavener Sportgala 2017
„Miteinander – Füreinander“

Nachdem eine andere Sportgruppe des WSSV ihre Teilnahme absagen musste, wurden die Aikidoka gebeten, diese Lücke in der Sportgala zu füllen. Bei der ersten Anfrage durch den Verein hatten beide Aikido-Trainer eine Teilnahme ausgeschlossen. Nicht nur aus terminlichen Gründen sondern auch aus der Überzeugung heraus, dass eine Vorstellung des Aikido in einem Zeitrahmen von nur 5 Minuten kaum möglich ist.
Doch nachdem erneut der Wunsch geäußert wurde, Aikido in die Veranstaltung einzubinden, haben Peter Löffel und ich uns trotz aller Bedenken bereit erklärt, einen Part zu übernehmen. Es war eine Herausforderung für uns, denn fünf Minuten sind wirklich wenig Zeit, um dem Publikum die Vielseitigkeit von Aikido zu vermitteln. Alle aktiven Sportler/innen unserer Gruppe haben sich sofort zur Teilnahme bereit erklärt, was uns als Trainer besonders gefreut hat. Es blieben genau zwei Trainingsabende für die Planung und das notwendige Einüben des Ablaufs. Auch hier musste erst ein Konsens gefunden werden, was möglich ist und was vorzeigbar ist. Dass hierbei auch zwei Teilnehmer, die durch Bandscheibenprobleme gehandicapt sind, ihren Beitrag geleistet haben, ist diesen beiden besonders hoch anzurechnen.

Die „Sieben Aikidoka“ der Benefiz-Veranstaltung „Miteinander - Füreinander“. Unten von rechts: Edna Drolshagen, Peter Löffel, Peter Klische-Drolshagen; Oben von rechts: Hannah Drolshagen, Louis Drolshagen, Thomas Kühne, Christian Jank

Die „Sieben Aikidoka“ der Benefiz-Veranstaltung „Miteinander – Füreinander“. Unten von rechts: Edna Drolshagen, Peter Löffel, Peter Klische-Drolshagen; Oben von rechts: Hannah Drolshagen, Louis Drolshagen, Thomas Kühne, Christian Jank

An der Generalprobe am 07.01. konnten wir nicht teilnehmen. Deshalb blieb es für uns spannend, denn es fehlte uns jede Vorstellung vom Umfang und Größe dieser Veranstaltung. Erst am Veranstaltungstag selbst konnten wir bei der Stellprobe den genauen Programmablauf erkennen. Eine Vorführung bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung war für alle von uns neu, so dass der eine oder andere doch schon mal trocken schlucken musste. Glücklicherweise stand uns Stefani Hanke vom WSSV mit Rat und Tat beiseite, vielen Dank dafür.
Bei der Aikido Vorführung konnten wir auf ungewohnte aber sehr geeignete Turnermatten zurückgreifen. Die japanisch übliche Etikette des gegenseitigen Respekts wurde eingehalten.  Da der Ablauf ein enges Zeitkorsett hatte und dennoch unter dem Motto stand „Möglichst viel Aikido in 5 Minuten“, gab es in den fünf Minuten keinen Stillstand. Nach dem Verbeugen rollte zunächst jeder nach gut Dünken und seinen Fähigkeiten auf der Matte herum – ein wuseliges Durcheinander. Einer der Aikidoka musste den Takt vorgeben: eine Minute für jeden Abschnitt. Nach den geführten Rollen (die zwei Trainer kniend) folgten die Techniken im Stehen. Jeweils zwei Angreifer wurden bewegt, teils gleichzeitig, teils nacheinander. Peter Löffel ließ sich eine Hand (Katate dori ai hanmi) greifen, ich zeigte Techniken, bei denen beide Hände (Ryote dori) gehalten wurden. Drittes Klatschen – Wechsel: Fünf Aikidoka führten eine kleine Stockform (Feuerkata) vor. Nach dem vierten Klatschen zeigten wir Waffentechniken: Peter demonstrierte Techniken gegen zwei Angreifer die mit dem Bokken (japan. Übungs-Holzschwert) angriffen, während ich parallel dazu meinen Jo (Wanderstab) behielt um damit Angriffe von zwei Aikidoka abzuwehren. Schon kam das fünfte Klatsch-Signal  – als letztes zeigten die Aktiven im typischen japanischen Kniesitz (Seiza) die Anwendung von Atemkraftübungen (Kokyu-Ho). Dann ein schneller Wechsel zum Abgrüßen, denn die nächste Gruppe wartete bereits.
Mit überwiegend sechs Personen auf der Matte, die jeweils ihre eigenen Übungen vorführten, wurde dem Publikum einiges abverlangt. Ich selbst fand es eine gelungene Vorstellung, denn es konnte die ganze Vielseitigkeit des Aikido in nur fünf Minuten vorgestellt werden. Die Darbietung wurde vom Publikum gut angenommen und gab es nicht nur am Ende sondern auch zwischendurch Applaus. Im nachfolgenden Montagstraining wurde zwei Aktiven (Christian Jank und Thomas Kühne) nach den Richtlinien des Bundesverbandes der Aikidolehrer (BDAL) die Gelbgurt-Prüfung abgenommen. Einen großen Teil ihrer erworbenen Fertigkeiten hatten die beiden bereits bei erschwerten Bedingungen (jede Menge Adrenalin) in der SportGala unter Beweis gestellt.

Peter Klische-Drolshagen